Hintergrund

Der Anteil neuer Erneuerbarer Energien im Strommix ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dieser Trend wird sich mit der Umsetzung der Energiestrategie 2050 verstärken. Der Zubau erfolgt zum grössten Teil im örtlichen Verteilnetz, wo dies teilweise schon heute zu Engpässen und Problemen in der Spannungshaltung führt.
Eine effiziente Lösung für dieses Problem ist eine Steuerung der Flexibilität der dezentralen Erzeugungsanlagen. Durch eine gezielte Erhöhung oder Reduktion der Einspeisung kann das Verteilnetz entlastet werden.
Die neuen Erneuerbaren stützen damit das Netz und der Ausbau kann kosteneffizient ohne grosse Investitionen in die Verteilnetze erfolgen.

Projektbeschrieb

Um diese Flexibilität nutzbar zu machen, braucht es zentrale Steuersignale für die dezentralen Anlagen und eine Vergütung der Produzenten für ihre Teilnahme.
Im Rahmen des vom Bundesamt für Energie (BFE) geförderten Pilotprojekts «OptiFlex – Optimierter Flexibilitätseinsatz im Verteilnetz» wird dieses Konzept nun durch Entwicklung, Aufbau und Erprobung von Infrastruktur und Prozessen in eine praxisnahe Lösung überführt.
Zudem soll eine Feldstudie den Beweis für die Erfüllung der Anforderungen für eine nachhaltige Entlastung der Verteilnetze erbringen.
Das Projekt läuft von März 2018 bis August 2019 (18 Monate).

 

Abbildung: System zur Steuerung der dezentralen Flexibilität

Nutzen
  • Entlastung der Verteilnetze durch eine Steuerung der dezentralen Erzeugung
  • Kosteneffizienter Ausbau der dezentralen Stromproduktion
  • Mehrerlöse für Produzenten durch neue «lokale» Märkte für Flexibilität
Projektpartner
Als Anbieter von Software zur SImulation und Optimierung von Stromnetzen ist die Adaptricity AG im Projekt verantwortlich für den Aufbau und Betrieb der zentralen Applikation sowie für die Entwicklung eines Schnelltest zum Flexibilitätsbedarf in Verteilnetzen
Das Thurgauer Stromversorgungsunternehmen EKT stellt für das Projekt Daten zu den Netzen sowie von Erzeugungs- und Lastprognosen bereit und ist verantwortlich für die Messungen im Verteilnetz
Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms
Ihr Ansprechpartner

Martin Schröcker
056 444 24 72
martin.schroecker[at]flecopower.ch

Produktbeschrieb

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